Ich hatte schon seit einiger Zeit ein paar Projektentwürfe für ein System, dass Blogs als Feed abruft und daraus eine Printausgabe erstellt. In der Umsetzung (die wahrsch. eh nie erfolgt wäre) ist mir nun jemand zuvorgekommen: Tabbloid. Der Dienst ist simpel und praktisch, man gibt die Feedadressen ein, stellt eine Zusendintervall und eine Empfängeradresse ein und bekommt dann die neusten Artikel als PDF regelmäßig nachhause gesandt. Da ich gerne morgens in der Bahn lese ist das besonders bei content-intensiven Blogs (wie z.B. Wirtschaftliche Freiheit) sehr angenehm und sieht zudem gut aus. Und was irgendwie auch Spaß macht, ist die Zusammenstellung der Artikel – die ist nämlich nicht großartig sortiert. Gerade das macht den Reiz aus, man weiß nicht, worauf man sich als nächstes einstellen muss und deswegen kommt irgendwie so der Erkenntniseffekt der Zeitung (“Oho, gut zu wissen.”) zur Geltung.
Das ganze ist natürlich nicht ohne kleine Macken und Problemchen. Einerseits wäre es wohl sinnvoll, Links in Beiträgen auch als Links in die PDFs aufzunehmen. Und man muss auf die Auswahl der Blogs, die man da benutzt, achten. Es macht wirklich nur Sinn, Blogs reinzunehmen, deren Texte nicht damit stehen und fallen, dass man den Verlinkungen folgen kann. Weil darauf kann man logischerweise in ausgedruckter Form nicht mehr umgehen. Außerdem sollten es schon Voll-Feeds sein, weil ein ein Beitrag mit einem “hier weiterlesen”-Ende macht auch kein Spaß auf einem Blatt Papier.
Ansonsten sehr schöne Idee, aber noch Raum für viel, vor allem designtechnische, Veränderungen. Vielleicht hat man bald ja eine Layout-Wahl für das richtige Zeitungsfeeling? Und schön wäre auch irgendwie eine Umgehung der abgeschnittenen Feeds, so dass man die kompletten Inhalte aufs Blatt Papier bekommt.
16/10/2009 at 09:24 Permalink
Hi Hans,
soweit ich weiß, kann man bei news2paper.com, wo auch ein solcher Service angeboten wird, zusätzlich ein individuelles Design wählen.
Gruß Lisa