Die Digital Concert Hall der Berliner Philarmoniker (2)

Ich hatte ja hier schonmal über die Digital Concert Hall geschrieben. Gestern kam der dort stehende Kommentar dort rein, wo ich gebeten wurde, mir doch den YouTube-Account der Berliner Philarmonie anzusehen. Habe ich auch flugs gemacht. Leider sind dort, wenn auch qualitativ hochwertig, nur Appetithäppchen. Das geht vollkommen an dem vorbei, worüber ich eigentlich laut nachgedacht hatte: den Zugang zur Klassik über kostenlose Angebote. Sicher, diese drei-minütigen Clips sind gut und schön. Aber sie sind vor allem eins: ein Marketing-Instrument, das einerseits zum Besuch der Konzerte, andererseits auch für die Digital Concert Hall werben soll. Den Zugang zu einem großen Gesamtwerk lernt so niemand. Die Magie, die hinter so einer Komposition steckt – verkürzt auf Popsong-Länge-YouTube-Clips? Also bitte!

Ich verstehe ja, dass die hochwertigen Aufnahmen kosten produzieren. Und ich verstehe auch, das man abseits vom Kerngeschäft, dem Verkauf der Konzertkarten, Umsatzmöglichkeiten sucht. Aber ich wiederhole mich: das ganze ist viel zu teuer! Es gibt zwar kostenlose Angebote – aber hey, warum nicht Dinge wie: Studententickets. Schülertickets. Halt sowas. Gibts doch für den regulären Konzertbetrieb auch.


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