Test: DragonNaturallySpeaking 10

Ich diktiere diesen Text mit Dragon Naturally Speaking 10, einem Programm, dass ich bei einem Freund kennen gelernt habe. Es stellt in meinen Augen einen guten Kompromiss zwischen Sekretärin, die man als Student sich nur selten leisten kann, und selber schreiben dar. Es ist deutlich angenehmer, sich in seinem Bürosessel zurücklehnen zu können und einen Text einfach ins Mikrofon zu diktieren. Das Programm wandelt die Sprache automatisch in einen mehr oder minder sinnvollen Text um. Besonders am Anfang, bei mir die ersten 24 Stunden, ist es noch sehr langwierig einen längeren Texte diktieren, da man an vielen Stellen Nachbesserung vornehmen muss, die man vielleicht beim nochmaligen Drüberlesen vergessen würde. Aber nach den ersten paar Einsätzen der konsequenten Nutzung der Wörterbuchfunktion gestaltete sich der Einsatz der Software sehr praktikabel. Man muss zwar immer noch sehr viel nachstellen und nachbessern, aber lange Texte gehen jetzt viel einfacher von Hand – äh – oder auch nicht. ;)

Das Programm funktioniert in fast allen Textfeldern, von Office bis zum Browser, und kann auch viele andere Programme über Sprachbefehle steuern. Dabei sind deutliche Unterschiede zu merken zwischen den Programmen, in denen es sich von Natur aus Hause fühlt und den Programmen,für die es nicht geschaffen wurde. Bei mir sind das ganz konkret Unterschiede zwischen Word und Browser. In Letzterem finden sich deutlich öfter Rechtschreibfehler, besonders was Groß- und Kleinschreibung angeht als auch Satzzeichen, die man einzeln diktieren muss.

Ich bin schon sehr gespannt, wie ich damit die nächste Hausarbeit bewältigen werden. Mit dem Willen, einige Zeit in die Funktionen und die Personalisierung des Programms zu investieren, kann es sich zu einer sehr guten Hilfe entwickeln. Wer diesen Willen nicht mitbringt, sollte die Hände davon lassen: für ein bisschen Spielerei ist das Programm mit fast 100€ eindeutig zu teuer. im übrigen habe ich mit einem 10€-Headset von Media Markt keine größeren Probleme. Die Anschaffung eines HQ-Headset ist also nicht erforderlich.

PS: An Anwälte die eventuell mitlesen: Es gibt auch eine Legal-Edition. Zusammen mit dem Outsourcen der Sekretärin in ein Callcenter ist das wohl ein weiterer Faktor, günstig in den hart umkämpften Markt einzusteigen.


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