Ich schaue ja echt viele US-Serien und zur Zeit fangen einige neue an, bei denen mir besonders ein Merkmal aufgefallen ist: Die Entrepreneur-Propaganda! In Zeiten der Krise wird sich bei den Amis also auf die guten alten Werte verlassen: eigene Ideen entwickeln, anpacken und sich selbst was aufbauen. Beispielhaft sei dies an zwei Serien belegt, Royal Pains und Hung.
Royal Pains handelt von einem Arzt, der durch eine (Fehl?)Entscheidung seinen Job in einem großen Krankenhaus verliert. Nach der folgenden depressiven Phase schleppt ihn sein Bruder auf eine Party der Reichen und Schönen mit, wo er zufällig seine medizinischen Fähigkeiten zum Einsatz bringen muss. So eröffnet sich für ihn ein ungewöhnliches Geschäftsfeld – er wird der private Arzt von reichen Klienten (und gleicht das durch soziales Engagement aus). So zieht er sich aus seiner persönlichen und finanziellen Krise, durch innovative Ideen und Eigenverantwortung.
Hung hingegen besinnt sich auf einem Seminar zum Thema “Wie werde ich Millionär?” auf seine beste Eigenschaft – seinen großen Penis. Zumindest in der ersten Folge geht die Serie in die Richtung, dass er, der als Lehrer arbeitet, sich nachts als Callboy verkauft, um damit seine finanziellen Probleme zu lösen. Die Folge endet damit, dass ihm eine Bekanntschaft hilft, seine “Geschäftsidee” zu vermarkten und ihm einige Tipps in Sachen “Personal Branding” gibt, wenn ich mal so frei interpretieren darf. Die abschließende Frage:“You want to pimp me?”
Beide Serien scheinen dem Bürger den Weg aus der Wirtschaftkrise zeigen zu wollen: Wenns auf dem vorherrbestimmten Weg nicht mehr weitergeht, dann fang an, dir irgendwo anders was zu suchen, sei es noch so verrückt und mach damit Geld. Das rückt nicht nur die Finanzen gerade, sondern auch dein restliches Leben.
Beide Serien seien übrigens empfohlen.
No Comments on "Finanzkrise in den US-Serien"