Etwas außer Atem bin ich inzwischen in Münster angekommen, per Taxi zum Tagungsort getuckert (da bin ich anscheinend sehr verwöhnt, Berliner Taxifahrer scheinen anarchischer zu sein) und gerade noch einigermaßen rechtzeitig zum Tagungsbeginn gekommen. Eigentlich hätte ich mir das auch sparen können, denn irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der einleitende Vortrag von Prof. Norbert Walter reine rechtskonservative Selbstbeweihräucherung war. So richtig wurde auf das Thema nicht eingegangen, im Zentrum seines Vortrages stand, jedenfalls gefühlt, die deutsche Identität im geeinten Europa. Wirtschaft wurde nur am Rande erwähnt, kurz wurde auf Erhard und den Euro (nach dem Vorbild der Deutschen Mark!) verwiesen.
Der Rest des Vortrages bestand aus einem triefenden Nationalstolz – wie schön die deutsche Landschaft sei, wie schön unser kulturelles Erbe sei, dass man die Geschichte nach ‘45 vermitteln müsse usw. usf. – so richtig konnte und wollte ich mir das nicht anhören. Gehen konnte ich aber nicht so recht. Es bleibt zu sagen, dass, abseits von den politischen Problemen, die ich hatte, einfach der Bezug zum Thema “Wirtschaft und Recht” gefehlt hat. Anyways, mir zollt jetzt schon die Organisationsleistung der Studenten Respekt ab – diese Masse an Menschen und Referenten zu handhaben, ist eine Leistung, die ihresgleichen sucht, das hat man spätestens zur Kaffeepause gemerkt, in der die Masse der Teilnehmenden eindrucksvoll das Foyer füllte. Fotos werden später nachgereicht.
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