Der Berliner Polizei brennt’s wahrlich unter den Fingernägeln. Die SoKo “GiB” ist schon eine ganze Weile nicht mehr in der Writer-Szene unterwegs, sondern sucht Autobrandstifter – bisher ja mit bescheidenem Erfolg.
Die Sonderkommission gegen Graffiti erwischt kaum noch Sprüher auf frischer Tat. Während 2004 noch 215 Tatverdächtige festgenommen wurden, waren es im vorigen Jahr gerade mal 16. Ursache des drastischen Rückgangs ist, dass die Zivilfahnder aus Personalmangel an anderen Stellen aushelfen mussten. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sprach in seiner Antwort auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Peter Trapp von „priorisierten Abordnungen“. So wurden die Graffiti-Spezialisten seit 2009 vor allem eingesetzt, um Linksextremisten zu jagen, die Autos anzünden.
So richtig viele von den Jungs (gibt’s da auch Damen?) sind eh nicht mehr da.
So wurde die Zahl der Fahnder seit 2007 mehr als halbiert, von neun auf vier.
Das geht also schon eine ganze Weile so, in der die Beamten auch Kontakt zur Szene verlieren dürften – die Kenntnisse da müssen ja auch gehegt und gepflegt werden, da sind über ein Jahr schon eine lange Zeit. Was ist eigentlich GiB?
Die offiziell „Ermittlungsgruppe Graffiti in Berlin“ (GiB) genannte Einheit war 1994 gegründet worden, nachdem die Zahl dieser großflächigen Farbschmierereien unübersehbar gestiegen war. Die GiB soll vor allem „Strukturen der Graffitiszene aufhellen“ und „speziell die Größen der Szene namhaft machen“, wie es in einer Selbstdarstellung heißt.
Auf jeden Fall eine interessante Entwicklung und ein lesenswerter Artikel.
[via Just]
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